{"id":2828,"date":"2026-08-21T13:39:36","date_gmt":"2026-08-21T13:39:36","guid":{"rendered":"https:\/\/enevkit.de\/?p=2828"},"modified":"2026-08-21T13:39:36","modified_gmt":"2026-08-21T13:39:36","slug":"be-und-entlueftung-vs-entrauchung-aufzugsschacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enevkit.de\/en\/be-und-entlueftung-vs-entrauchung-aufzugsschacht\/","title":{"rendered":"Be- und Entl\u00fcftung oder Entrauchung? Zwei Aufgaben im Aufzugsschacht \u2013 klar unterschieden"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"ltr\">\n<li>Entrauchung ist eine Sicherheitsfunktion f\u00fcr den Brandfall: Rauch und Hitze m\u00fcssen \u00fcber den Schachtkopf entweichen k\u00f6nnen. Sie ist baurechtlich vorgeschrieben.<\/li>\n<li>Be- und Entl\u00fcftung ist eine Betriebsfunktion f\u00fcr den Alltag: Sie h\u00e4lt Feuchte, Temperatur und CO\u2082 im Schacht in einem unkritischen Bereich.<\/li>\n<li>Die klassische, dauerhaft offene Permanent\u00f6ffnung erledigt beides ungesteuert \u2013 und verursacht dabei das ganze Jahr W\u00e4rmeverluste.<\/li>\n<li>enev-kit trennt die beiden Aufgaben sauber: Das NRWG bleibt im Normalbetrieb geschlossen, \u00f6ffnet sensorgesteuert zur L\u00fcftung und gibt im Brandfall zuverl\u00e4ssig den Rauchabzug frei.<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p dir=\"ltr\">Entrauchung und L\u00fcftung werden im Zusammenhang mit Aufzugssch\u00e4chten oft in einen Topf geworfen \u2013 schlie\u00dflich geht es beide Male darum, dass Luft nach au\u00dfen gelangt. Technisch und rechtlich sind es aber zwei verschiedene Aufgaben mit unterschiedlichen Zielen. Wer sie auseinanderh\u00e4lt, versteht auch, warum eine dauerhaft offene \u00d6ffnung die schlechteste L\u00f6sung f\u00fcr beides ist.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Entrauchung: die Sicherheitsfunktion<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Die Entrauchung ist ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Ernstfall da. Brennt es im Geb\u00e4ude, kann sich im Aufzugsschacht Rauch sammeln, der wie in einem Kamin nach oben steigt \u2013 gef\u00e4hrlich f\u00fcr fl\u00fcchtende Personen und f\u00fcr die Feuerwehr. Deshalb muss der Schacht am Schachtkopf eine \u00d6ffnung besitzen, \u00fcber die Rauch und Hitze abziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Diese Anforderung ist baurechtlich verankert: Nach \u00a7 39 Abs. 3 der Musterbauordnung m\u00fcssen Fahrsch\u00e4chte l\u00fcftbar sein und eine \u00d6ffnung zur Rauchableitung mit mindestens 2,5 % der Fahrschachtgrundfl\u00e4che, mindestens jedoch 0,10 m\u00b2, besitzen; verbindlich sind die Landesbauordnungen. Umgesetzt wird sie in der Praxis \u00fcber ein <a href=\"\/en\/nrwg-aufzugsschacht-funktion-pflicht\/\">NRWG<\/a> nach DIN EN 12101-2, ausgel\u00f6st durch die Rauchdetektion. Details dazu im \u00dcberblick der <a href=\"\/en\/aufzug-entrauchung-vorschriften-2026\/\">Vorschriften zur Aufzug-Entrauchung<\/a>.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Charakteristisch f\u00fcr die Entrauchung: Sie wird im Normalbetrieb <strong>nie<\/strong> gebraucht. Sie muss nur dann funktionieren, wenn es darauf ankommt \u2013 und das zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Be- und Entl\u00fcftung: die Betriebsfunktion<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Die Be- und Entl\u00fcftung dagegen betrifft den Alltag. Ein Aufzugsschacht ist ein geschlossener, hoher Raum, in dem sich ohne Luftaustausch W\u00e4rme und Feuchtigkeit stauen k\u00f6nnen. Ziel der L\u00fcftung ist es, das Schachtklima in einem unkritischen Bereich zu halten:<\/p>\n<ul dir=\"ltr\">\n<li><strong>Feuchtigkeit<\/strong> abf\u00fchren, damit sich kein Kondensat und in der Folge kein Schimmel bildet,<\/li>\n<li><strong>Temperatur<\/strong> begrenzen, damit Antriebs- und Steuerungstechnik nicht \u00fcberhitzt,<\/li>\n<li><strong>Luftqualit\u00e4t<\/strong> sichern, also verbrauchte Luft und CO\u2082 abf\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p dir=\"ltr\">Diese Aufgabe ist dauerhaft relevant, aber eben <strong>bedarfsabh\u00e4ngig<\/strong>: Gel\u00fcftet werden muss dann, wenn die Werte es erfordern \u2013 nicht rund um die Uhr.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Der Unterschied auf einen Blick<\/h2>\n<div dir=\"ltr\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th scope=\"col\"><\/th>\n<th scope=\"col\">Entrauchung<\/th>\n<th scope=\"col\">Be- und Entl\u00fcftung<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zweck<\/td>\n<td>Sicherheit im Brandfall<\/td>\n<td>Schachtklima im Normalbetrieb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ausl\u00f6ser<\/td>\n<td>Rauch, Hitze<\/td>\n<td>Feuchte, Temperatur, CO\u2082, Zeitintervall<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>H\u00e4ufigkeit<\/td>\n<td>im Ernstfall<\/td>\n<td>bedarfsabh\u00e4ngig, regelm\u00e4\u00dfig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Rechtlicher Rahmen<\/td>\n<td>Bauordnung (\u00a7 39 MBO), DIN EN 12101-2<\/td>\n<td>Betriebs- und Energieanforderungen, u. a. GEG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bei dauerhaft offener \u00d6ffnung<\/td>\n<td>erf\u00fcllt<\/td>\n<td>erf\u00fcllt, aber ungesteuert<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p dir=\"ltr\">Die letzte Zeile ist der Kern des Problems. Eine offene <a href=\"\/en\/permanentoeffnung-aufzugsschacht-pflicht-energieverlust\/\">Permanent\u00f6ffnung<\/a> erf\u00fcllt beide Aufgaben \u2013 aber ohne jede Steuerung. Sie entraucht im Brandfall und l\u00fcftet nebenbei permanent, auch wenn gar kein L\u00fcftungsbedarf besteht. Der Preis daf\u00fcr ist ein ganzj\u00e4hriger W\u00e4rmeverlust \u00fcber den Schornsteineffekt.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Wie beides in einem System zusammenkommt<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Der elegantere Weg ist, beide Funktionen zu trennen und gezielt zu steuern. Genau das leistet <a href=\"\/en\/\">enev-kit<\/a>: ein System zur Aufzugsschachtentrauchung <strong>mit<\/strong> Be- und Entl\u00fcftung. Die <strong>Control-Einheit<\/strong> wertet laufend Sensorwerte aus und \u00f6ffnet das motorisch bet\u00e4tigte NRWG automatisch, wenn<\/p>\n<ul dir=\"ltr\">\n<li>der CO\u2082-Wert 1.500 ppm \u00fcberschreitet,<\/li>\n<li>die Temperatur \u00fcber 35 \u00b0C steigt,<\/li>\n<li>eine definierte Luftfeuchtigkeit erreicht wird oder<\/li>\n<li>ein frei programmiertes Intervall zur <strong>Sto\u00dfl\u00fcftung<\/strong> ansteht.<\/li>\n<\/ul>\n<p dir=\"ltr\">Das ist die L\u00fcftungsfunktion: kurz, gezielt, nach Bedarf. Unabh\u00e4ngig davon bleibt die Sicherheitsfunktion jederzeit gew\u00e4hrleistet \u2013 erkennt die Melde\u00adtechnik Rauch, \u00f6ffnet das NRWG \u00fcber einen fail-safe-Federr\u00fccklauf, auch bei Stromausfall. Wie die Detektion dabei arbeitet, erkl\u00e4rt der Beitrag zum <a href=\"\/en\/rauchabzug-aufzugsschacht-vds-din-en-54-20\/\">Rauchabzug nach VdS und DIN EN 54-20<\/a>.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Der Effekt: In den vielen Stunden, in denen weder L\u00fcftungs- noch Entrauchungsbedarf besteht, ist der Schacht geschlossen. Genau daraus entsteht die Einsparung.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">F\u00fcr Eigent\u00fcmer und WEG<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Wenn Sie ein Mehrfamilienhaus mit Aufzug besitzen oder verwalten, merken Sie den Unterschied vor allem im Treppenhaus. Steht die \u00d6ffnung am Schachtkopf dauerhaft offen, zieht warme Luft nach oben ab und kalte Luft str\u00f6mt nach \u2013 das Ergebnis sind Zugluft, ein k\u00fchles Treppenhaus und Heizkosten, die niemand zuordnet. Ein gesteuertes System beendet diesen Dauerzug: Es l\u00fcftet, wenn gel\u00fcftet werden muss, und h\u00e4lt den Schacht sonst dicht. Sp\u00fcrbar sind mehr Komfort, ein w\u00e4rmeres Treppenhaus und weniger Str\u00f6mungsger\u00e4usche an den Schachtt\u00fcren \u2013 bei unver\u00e4ndertem Brandschutz.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">F\u00fcr Betreiber und Facility Management<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Aus Betreibersicht ist die Trennung beider Funktionen auch ein Instandhaltungsthema. Eine bedarfsgerechte L\u00fcftung h\u00e4lt Feuchte und Temperatur im Schacht in einem unkritischen Bereich und beugt damit Kondensat, Schimmel und thermischer Belastung der Technik vor \u2013 ohne den Preis eines permanent offenen Querschnitts. Gleichzeitig bleibt die Entrauchung normkonform: NRWG nach DIN EN 12101-2, Detektion nach VdS und DIN EN 54-20, CE-zertifiziert.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Wirtschaftlich schl\u00e4gt sich das je nach Variante und Schachth\u00f6he nieder: mit <strong>enev-kit e1<\/strong> (bis 24 m) sind bis zu 35.000 kWh und 8 t CO\u2082 pro Jahr m\u00f6glich, mit <strong>enev-kit e5<\/strong> (bis 110 m) bis zu 150.000 kWh und 38 t CO\u2082. Welche Variante zu Ihrem Objekt passt, zeigt der Vergleich <a href=\"\/en\/enev-kit-e1-vs-e5-vergleich\/\">enev-kit e1 vs. e5<\/a>.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Sie m\u00f6chten L\u00fcftung und Entrauchung in Ihrem Schacht sauber getrennt und gesteuert wissen? Fordern Sie eine <strong>unverbindliche Beratung<\/strong> an oder ermitteln Sie Ihr Einsparpotenzial mit dem <strong>Calculate your savings<\/strong>.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">H\u00e4ufige Fragen zu L\u00fcftung und Entrauchung im Aufzugsschacht<\/h2>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Was ist der Unterschied zwischen Entrauchung und Be- und Entl\u00fcftung?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Die Entrauchung ist eine Sicherheitsfunktion f\u00fcr den Brandfall: Rauch und Hitze m\u00fcssen \u00fcber den Schachtkopf entweichen k\u00f6nnen. Die Be- und Entl\u00fcftung ist eine Betriebsfunktion f\u00fcr den Alltag: Sie h\u00e4lt Feuchte, Temperatur und CO\u2082 im Schacht in einem unkritischen Bereich. Beide nutzen dieselbe \u00d6ffnung, haben aber unterschiedliche Ausl\u00f6ser.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Braucht ein Aufzugsschacht \u00fcberhaupt eine L\u00fcftung?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Ja. Ohne Luftaustausch k\u00f6nnen sich W\u00e4rme und Feuchtigkeit stauen \u2013 mit dem Risiko von Kondensat und Schimmel sowie thermischer Belastung der Aufzugstechnik. Entscheidend ist, dass bedarfsgerecht gel\u00fcftet wird und nicht dauerhaft.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Ersetzt eine L\u00fcftungsanlage die Entrauchung?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Nein. Die Entrauchung ist baurechtlich gefordert und muss im Brandfall zuverl\u00e4ssig funktionieren \u2013 daf\u00fcr ist ein gepr\u00fcftes NRWG nach DIN EN 12101-2 n\u00f6tig. enev-kit vereint beide Funktionen in einem System, ersetzt die Entrauchung aber nicht durch reine L\u00fcftung.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Was ist Sto\u00dfl\u00fcftung im Aufzugsschacht?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Eine kurze, gezielte L\u00fcftung \u00fcber ein frei programmierbares Intervall. Das NRWG \u00f6ffnet f\u00fcr eine definierte Zeit, tauscht die Luft im Schacht aus und schlie\u00dft wieder \u2013 im Gegensatz zum permanenten Luftaustausch \u00fcber eine offene \u00d6ffnung.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Steigt das Schimmelrisiko, wenn die \u00d6ffnung geschlossen wird?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Nicht bei einem gesteuerten System. Die Sensorik \u00fcberwacht die Luftfeuchtigkeit und \u00f6ffnet das NRWG, sobald ein definierter Wert erreicht ist. Zus\u00e4tzlich sorgt die programmierbare Sto\u00dfl\u00fcftung f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfigen Luftaustausch \u2013 gel\u00fcftet wird also bedarfsgerecht statt dauerhaft.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wichtigste in K\u00fcrze Entrauchung ist eine Sicherheitsfunktion f\u00fcr den Brandfall: Rauch und Hitze m\u00fcssen \u00fcber den Schachtkopf entweichen k\u00f6nnen. Sie ist baurechtlich vorgeschrieben. Be- und Entl\u00fcftung ist eine Betriebsfunktion f\u00fcr den Alltag: Sie h\u00e4lt Feuchte, Temperatur und CO\u2082 im Schacht in einem unkritischen Bereich. 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