{"id":2880,"date":"2026-09-22T10:41:55","date_gmt":"2026-09-22T08:41:55","guid":{"rendered":"https:\/\/enevkit.de\/?p=2880"},"modified":"2026-09-22T10:41:55","modified_gmt":"2026-09-22T08:41:55","slug":"heizkosten-mehrfamilienhaus-senken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enevkit.de\/en\/heizkosten-mehrfamilienhaus-senken\/","title":{"rendered":"Heizkosten im Mehrfamilienhaus senken: der Posten, den fast alle \u00fcbersehen"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"ltr\">\n<li>Im Mehrfamilienhaus verstecken sich Heizkosten in der Gesamtabrechnung \u2013 einzelne Verlustquellen fallen deshalb kaum auf.<\/li>\n<li>Die bekannten Hebel \u2013 Heizungseinstellung, Rohrd\u00e4mmung im Keller, Geb\u00e4udeh\u00fclle \u2013 wirken, kosten aber unterschiedlich viel Aufwand und Geld.<\/li>\n<li>Hat Ihr Haus einen Aufzug, gibt es einen Posten, der in fast keinem Energiekonzept auftaucht: die dauerhaft offene \u00d6ffnung oben im Aufzugsschacht.<\/li>\n<li>Pro Aufzugsschacht sind dadurch 900 bis 9.000 EUR Betriebskosten im Jahr vermeidbar \u2013 behoben an einem einzigen Tag, ohne Baustelle im Haus.<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p dir=\"ltr\">Wer ein Mehrfamilienhaus besitzt oder verwaltet, kennt das Muster: Die Heizkostenabrechnung kommt, die Summe ist hoch, aber woher genau die Kosten stammen, l\u00e4sst sich kaum sagen. Anders als im Einfamilienhaus verteilt sich der Verbrauch auf viele Parteien, und einzelne Verlustquellen verschwinden in der Gesamtsumme. Dieser Beitrag geht die wirksamen Hebel durch \u2013 und schlie\u00dft mit einem, der in Wohngeb\u00e4uden mit Aufzug regelm\u00e4\u00dfig \u00fcbersehen wird.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Warum Heizkosten im Mehrfamilienhaus so schwer zu fassen sind<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">In einem zentral beheizten Haus zahlt niemand direkt f\u00fcr eine einzelne Schwachstelle. Die W\u00e4rme, die irgendwo entweicht, wird \u00fcber die Heizung nachgeliefert und am Jahresende auf alle umgelegt. Das f\u00fchrt dazu, dass Verluste, die nicht sichtbar oder sp\u00fcrbar sind, jahrelang unbemerkt bleiben \u2013 sie tun niemandem konkret weh, kosten aber alle gemeinsam Geld.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Genau deshalb lohnt es sich, systematisch vorzugehen: erst die Ma\u00dfnahmen, die wenig kosten und schnell wirken, dann die gro\u00dfen Posten \u2013 und zwischendurch der Blick auf Stellen, an die niemand denkt.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Die bekannten Hebel \u2013 ehrlich eingeordnet<\/h2>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Heizungsanlage richtig einstellen.<\/strong> H\u00e4ufig l\u00e4uft die Heizung mit zu hohen Vorlauftemperaturen oder ung\u00fcnstigen Laufzeiten. Eine \u00dcberpr\u00fcfung durch den Fachbetrieb und ein hydraulischer Abgleich sorgen daf\u00fcr, dass die W\u00e4rme dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Geringer Aufwand, meist der beste Einstieg.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Rohrleitungen im Keller d\u00e4mmen.<\/strong> Unged\u00e4mmte Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Kellerr\u00e4umen geben permanent W\u00e4rme ab. Das D\u00e4mmen ist vergleichsweise g\u00fcnstig und schnell erledigt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Kellerdecke und oberste Geschossdecke.<\/strong> Beides l\u00e4sst sich oft ohne Ger\u00fcst d\u00e4mmen und geh\u00f6rt zu den wirtschaftlicheren Ma\u00dfnahmen an der Geb\u00e4udeh\u00fclle.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Fenster, Fassade, Dach.<\/strong> Die gr\u00f6\u00dften Einzelposten \u2013 aber auch die teuersten Ma\u00dfnahmen, mit langer Amortisation, Planungsaufwand und Belastung der Bewohner w\u00e4hrend der Bauzeit.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Verbrauch sichtbar machen.<\/strong> Wo Bewohner ihren Verbrauch nachvollziehen k\u00f6nnen, sinkt er erfahrungsgem\u00e4\u00df. Moderne Erfassung und verst\u00e4ndliche Abrechnungen helfen dabei.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Diese Liste steht in \u00e4hnlicher Form in vielen Ratgebern. Was dort fast nie steht, betrifft ausgerechnet H\u00e4user mit Aufzug.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Der \u00fcbersehene Posten: die offene \u00d6ffnung im Aufzugsschacht<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Jeder Aufzugsschacht muss oben, am sogenannten Schachtkopf, eine \u00d6ffnung ins Freie haben. Sie ist vorgeschrieben, damit im Brandfall Rauch und Hitze abziehen k\u00f6nnen \u2013 eine sinnvolle Sicherheitsvorkehrung. Das Problem: Klassisch steht diese \u00d6ffnung <strong>dauerhaft offen<\/strong>, also auch dann, wenn es gar nicht brennt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Was dann passiert, kennt jeder vom Kamin. Warme Luft ist leichter als kalte und steigt nach oben. Der Aufzugsschacht zieht sich \u00fcber die gesamte H\u00f6he des Hauses \u2013 er wirkt also wie ein Schornstein: Warme Luft aus dem Treppenhaus str\u00f6mt nach oben und verschwindet durch die \u00d6ffnung ins Freie. Unten zieht kalte Luft nach. Die Heizung gleicht aus. Tag und Nacht, das ganze Jahr.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Sp\u00fcrbar ist das als k\u00fchles, zugiges Treppenhaus. Bezahlt wird es \u00fcber die Heizkosten \u2013 nur taucht dieser Posten in keiner Abrechnung mit eigenem Namen auf.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Wie gro\u00df dieser Posten ist<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Diese Verluste wurden gemessen. An einem Aufzugsschacht in einem Hamburger Klinikum \u2013 25 Meter hoch, acht Haltestellen \u2013 str\u00f6mten im Mittel rund 2.968 m\u00b3 Luft pro Stunde nach drau\u00dfen. Hochgerechnet auf das Jahr ergab das \u00fcber 85.000 kWh Heizenergie und mehr als 17 Tonnen CO\u2082 \u2013 aus einem einzigen Schacht. Wie diese Zahlen zustande kommen, ist im Beitrag zum <a href=\"\/en\/waermeverlust-aufzugsschacht\/\">W\u00e4rmeverlust im Aufzugsschacht<\/a> Schritt f\u00fcr Schritt nachgerechnet.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">F\u00fcr Wohngeb\u00e4ude f\u00e4llt der Wert je nach H\u00f6he des Hauses kleiner aus, bleibt aber deutlich: \u00dcber verschiedene Objekte hinweg sind <strong>900 bis 9.000 EUR<\/strong> Betriebskosten und 3 bis 30 Tonnen CO\u2082 pro Aufzugsschacht und Jahr vermeidbar. Der wichtigste Faktor ist die H\u00f6he des Schachts \u2013 je h\u00f6her das Haus, desto st\u00e4rker der Sog.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Warum dieser Hebel f\u00fcr Eigent\u00fcmer besonders attraktiv ist<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Gegen\u00fcber einer Fassaden- oder Fenstersanierung hat diese Ma\u00dfnahme drei praktische Vorteile, die gerade in einer Eigent\u00fcmergemeinschaft z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul dir=\"ltr\">\n<li><strong>Kein Baustellenbetrieb.<\/strong> Gearbeitet wird oben am Schacht, nicht in den Wohnungen. Die Bewohner merken davon kaum etwas.<\/li>\n<li><strong>An einem Tag erledigt.<\/strong> Die Nachr\u00fcstung dauert je nach Schacht 3 bis 8 Stunden und ist in der Regel innerhalb eines Tages abgeschlossen.<\/li>\n<li><strong>Ein klar abgegrenzter Beschluss.<\/strong> Es geht um ein einzelnes Bauteil mit nachvollziehbarer Einsparung \u2013 das l\u00e4sst sich in einer WEG deutlich leichter beschlie\u00dfen als eine mehrj\u00e4hrige Sanierung.<\/li>\n<\/ul>\n<p dir=\"ltr\">Dazu kommt der Nebeneffekt, den alle sofort bemerken: Das Treppenhaus wird w\u00e4rmer, der st\u00e4ndige Zug h\u00f6rt auf, und die Str\u00f6mungsger\u00e4usche an den Aufzugst\u00fcren verschwinden.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Wird der Brandschutz dadurch schlechter?<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Nein \u2013 und das ist der entscheidende Punkt. Die \u00d6ffnung wird nicht zugemauert, sondern durch eine <strong>gesteuerte Klappe<\/strong> ersetzt, die sich im Bedarfsfall automatisch \u00f6ffnet. Die Bauordnung erlaubt das ausdr\u00fccklich, solange die Klappe im Brandfall selbstt\u00e4tig \u00f6ffnet und zus\u00e4tzlich von Hand ge\u00f6ffnet werden kann.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Genau so arbeitet <a href=\"\/en\/\">enev-kit<\/a>: Sensoren messen laufend Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO\u2082. Wird es zu warm, zu feucht oder die Luft zu verbraucht, \u00f6ffnet die Klappe automatisch und l\u00fcftet den Schacht. Im Brandfall \u00f6ffnet sie ebenfalls \u2013 selbst bei Stromausfall, weil eine Feder sie freigibt. In allen anderen Stunden bleibt sie dicht geschlossen. Genau daraus entsteht die Ersparnis.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Welche Ausf\u00fchrung passt, h\u00e4ngt von der H\u00f6he des Schachts ab: <strong>enev-kit e1<\/strong> f\u00fcr Sch\u00e4chte bis 24 Meter, <strong>enev-kit e5<\/strong> bis 110 Meter. Die Unterschiede erkl\u00e4rt der Vergleich <a href=\"\/en\/enev-kit-e1-vs-e5-vergleich\/\">enev-kit e1 vs. e5<\/a>.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">Was Sie jetzt tun k\u00f6nnen<\/h2>\n<p dir=\"ltr\">Der erste Schritt ist einfach: Hat Ihr Haus einen Aufzug? Dann gibt es oben am Schacht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine dauerhaft offene \u00d6ffnung \u2013 und damit diesen Posten in Ihrer Heizkostenabrechnung.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Wie viel das in Ihrem Fall ausmacht, h\u00e4ngt von H\u00f6he, Anzahl der Stockwerke und der Anzahl der Aufz\u00fcge ab. Ermitteln Sie Ihr Einsparpotenzial mit dem <strong>Calculate your savings<\/strong> oder fordern Sie eine <strong>unverbindliche Beratung<\/strong> an \u2013 wir schauen uns Ihren Schacht an und rechnen Ihnen die m\u00f6gliche Ersparnis konkret vor.<\/p>\n<h2 dir=\"ltr\">H\u00e4ufige Fragen zu Heizkosten im Mehrfamilienhaus<\/h2>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Womit lassen sich die Heizkosten im Mehrfamilienhaus am schnellsten senken?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Mit den Ma\u00dfnahmen, die wenig kosten und sofort wirken: die Heizungsanlage fachgerecht einstellen lassen, unged\u00e4mmte Rohrleitungen im Keller d\u00e4mmen und den Verbrauch f\u00fcr die Bewohner nachvollziehbar machen. Gr\u00f6\u00dfere Ma\u00dfnahmen an Fassade oder Fenstern wirken st\u00e4rker, kosten aber deutlich mehr.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Was hat der Aufzug mit den Heizkosten zu tun?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Oben im Aufzugsschacht befindet sich eine vorgeschriebene \u00d6ffnung f\u00fcr den Rauchabzug, die klassisch dauerhaft offen steht. Warme Luft aus dem Treppenhaus steigt im Schacht nach oben und entweicht dort ins Freie \u2013 ganzj\u00e4hrig. Die Heizung gleicht diesen Verlust aus, und er landet in der Heizkostenabrechnung.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Wie viel kann man dadurch sparen?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Pro Aufzugsschacht sind 900 bis 9.000 EUR Betriebskosten und 3 bis 30 Tonnen CO\u2082 im Jahr vermeidbar. Entscheidend ist die H\u00f6he des Schachts: Je h\u00f6her das Geb\u00e4ude, desto gr\u00f6\u00dfer der Verlust \u2013 und damit die m\u00f6gliche Ersparnis.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Darf man die \u00d6ffnung im Aufzugsschacht einfach schlie\u00dfen?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Dauerhaft verschlie\u00dfen darf man sie nicht. Erlaubt ist eine gesteuerte Klappe, die im Brandfall selbstt\u00e4tig \u00f6ffnet und zus\u00e4tzlich von Hand ge\u00f6ffnet werden kann. Der Brandschutz bleibt damit vollst\u00e4ndig erhalten.<\/p>\n<h3 dir=\"ltr\"><strong>Wie aufwendig ist der Einbau f\u00fcr die Bewohner?<\/strong><\/h3>\n<p dir=\"ltr\">Gering. Gearbeitet wird oben am Schacht, nicht in den Wohnungen. Die Montage dauert je nach Schacht 3 bis 8 Stunden und ist in der Regel an einem Tag abgeschlossen \u2013 ohne Ger\u00fcst und ohne Eingriff in die Geb\u00e4udeh\u00fclle.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wichtigste in K\u00fcrze Im Mehrfamilienhaus verstecken sich Heizkosten in der Gesamtabrechnung \u2013 einzelne Verlustquellen fallen deshalb kaum auf. Die bekannten Hebel \u2013 Heizungseinstellung, Rohrd\u00e4mmung im Keller, Geb\u00e4udeh\u00fclle \u2013 wirken, kosten aber unterschiedlich viel Aufwand und Geld. 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