Sie öffnen die Haustür Ihres Mehrfamilienhauses – und sofort spüren Sie ihn: einen kühlen, unangenehmen Luftzug, der durch das gesamte Treppenhaus streift. Im Winter wird die warme Jacke schon im Flur zur Pflicht, und die Heizung läuft trotzdem auf Hochtouren.
Doch woher kommt diese ständige Zugluft? Und warum lässt sie sich auch mit geschlossenen Fenstern einfach nicht stoppen? Die Antwort liegt an einer Stelle, die kaum jemand vermutet: am Aufzugsschacht und seinen Türen.
Kalter Luftzug im Treppenhaus – ein unterschätztes Problem
Ein zugiges Treppenhaus ist weit mehr als nur eine Komfortfrage. Es ist ein deutliches Warnsignal dafür, dass Ihr Gebäude wertvolle Wärme verliert – jeden Tag, rund um die Uhr.
Viele Eigentümer und Vermieter machen undichte Fenster oder die Eingangstür verantwortlich. Diese werden abgedichtet, doch der Luftzug bleibt. Der wahre Grund versteckt sich meist hinter den Aufzugstüren auf jeder Etage.
Der Schornsteineffekt: Wenn der Aufzugsschacht zum Kamin wird
Jeder Aufzugsschacht ist ein hoher, senkrechter Hohlraum, der sich über alle Etagen erstreckt. Genau diese Bauweise macht ihn zu einem idealen „Kamin“ – mit einem physikalischen Phänomen, das Fachleute Schornsteineffekt nennen.
Das Prinzip ist einfach: Warme Luft ist leichter als kalte Luft und steigt nach oben. In einem beheizten Mehrfamilienhaus passiert dadurch Folgendes:
- Warme Raumluft aus den Fluren strömt durch die Spalten der Aufzugstüren in den Schacht.
- Im Schacht steigt diese erwärmte Luft nach oben und entweicht über die Lüftungsöffnung im Dachbereich ins Freie.
- Im unteren Bereich entsteht ein Unterdruck, der kalte Außenluft regelrecht ins Gebäude saugt.
Das Ergebnis ist ein dauerhafter Luftkreislauf: Unten zieht kalte Luft herein, oben verschwindet teuer erwärmte Luft. Dieser Wärmeverlust läuft das ganze Jahr – an kalten Wintertagen besonders stark.
Warum ist die Lüftungsöffnung im Schacht immer offen?
Aufzugsschächte müssen aus Sicherheitsgründen entraucht werden können. Deshalb besitzen viele ältere Schächte eine permanent offene Öffnung am oberen Ende – meist 2,5 bis 5 Prozent der Schachtgrundfläche groß.
Diese Öffnung soll im Brandfall Rauch ableiten. Das Problem: An den restlichen 364 Tagen im Jahr steht sie ebenfalls offen und wirkt wie ein dauerhaft geöffnetes Dachfenster mitten in Ihrem Gebäude.
Die Aufzugstür als entscheidende Schwachstelle
Die Aufzugstüren auf jeder Etage sind nie vollständig luftdicht. Konstruktionsbedingt haben sie umlaufende Spalten, durch die Luft ungehindert strömen kann.
Im Zusammenspiel mit dem Schornsteineffekt werden diese Türen zu Einfallstoren. Sie verbinden den beheizten Flur mit dem „Kamin“ Aufzugsschacht – und jede Tür auf jeder Etage trägt ihren Teil zum Wärmeverlust und zum spürbaren Luftzug bei.
Je höher das Gebäude, desto stärker der Effekt. Denn mit jeder Etage wächst der Höhenunterschied, der den Luftstrom antreibt.
Die Folgen für Raumklima und Geldbeutel
Ein durch den Aufzugsschacht verursachter Luftzug bleibt selten ohne Konsequenzen. Betroffen sind gleich mehrere Bereiche:
- Hohe Heizkosten: Permanent erwärmte Luft entweicht ungenutzt über das Dach. Die Heizung muss ständig nachliefern.
- Unbehagliches Raumklima: Zugige, kühle Treppenhäuser und Flure wirken ungemütlich – Mieter und Eigentümer frieren.
- Kalte Böden und Wände: Der ständige Luftstrom kühlt Bauteile in Eingangsnähe spürbar aus.
- Beschwerden der Bewohner: Zugluft gehört zu den häufigsten Klagen in Mehrfamilienhäusern.
- Schlechtere Energiebilanz: Ein hoher Wärmeverlust verschlechtert den Energieausweis und mindert so den Wert der Immobilie.
Die Lösung: Den Aufzugsschacht intelligent steuern
Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht zwischen Sicherheit und Wärme entscheiden. Moderne, intelligente Schachtsysteme lösen den Zielkonflikt zwischen notwendiger Entrauchung und unnötigem Wärmeverlust.
Statt einer dauerhaft offenen Öffnung setzt enev-kit auf eine gesteuerte Lösung: Die Schachtöffnung bleibt im Normalbetrieb geschlossen und öffnet sich nur dann, wenn es wirklich nötig ist.
So funktioniert das intelligente System
- Geschlossen im Alltag: Im Normalbetrieb ist die Schachtöffnung dicht verschlossen. Der Schornsteineffekt wird unterbrochen – der Luftzug im Treppenhaus verschwindet.
- Geöffnet im Brandfall: Erkennen Sensoren Rauch, öffnet sich die Klappe automatisch und sorgt für eine sichere Entrauchung.
- Bedarfsgerechte Lüftung: Bei Bedarf belüftet das System den Schacht gezielt und kontrolliert, etwa um Feuchtigkeit vorzubeugen.
So bleibt die Wärme im Gebäude, während die Sicherheit jederzeit gewährleistet ist.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Spürbar weniger Zugluft: Treppenhaus und Flure werden wieder behaglich.
- Heizkosten sparen: Der dauerhafte Wärmeverlust über den Schacht gehört der Vergangenheit an.
- Angenehmes Raumklima: Konstante Temperaturen erhöhen den Wohnkomfort für alle Bewohner.
- Wertsteigerung der Immobilie: Eine bessere Energiebilanz macht Ihr Mehrfamilienhaus attraktiver.
- Sicherheit ohne Kompromiss: Die Entrauchung im Brandfall funktioniert zuverlässig.
Schluss mit dem kalten Luftzug
Ein kalter Luftzug im Treppenhaus ist kein unabänderliches Schicksal, sondern ein lösbares Problem. Die Ursache liegt meist im offenen Aufzugsschacht, der über den Schornsteineffekt täglich Wärme aus Ihrem Gebäude zieht.
Mit einem intelligenten, gesteuerten Schachtsystem stoppen Sie den Wärmeverlust, senken Ihre Heizkosten und schaffen ein angenehmes Raumklima – ganz ohne Abstriche bei der Sicherheit.
Möchten Sie wissen, wie viel Einsparpotenzial in Ihrem Mehrfamilienhaus steckt? Lassen Sie sich jetzt unverbindlich von den Experten von enev-kit beraten.