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Der unsichtbare Energiefresser: Wie der Kamineffekt im Aufzugsschacht Ihre Heizkosten in die Höhe treibt (und wie Sie ihn stoppen)

Kamineffekt im Aufzugsschacht

Inhaltsverzeichnis

Wenn es um die energetische Sanierung von Gebäuden geht, denken die meisten Immobilienbesitzer, Investoren und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) sofort an neue Fenster, moderne Heizsysteme oder eine verbesserte Fassadendämmung. Doch ein massives Energieleck wird dabei erstaunlich oft übersehen: der Aufzugsschacht.

Durch eine unscheinbare Öffnung im Schachtkopf entweichen jährlich Tausende Kilowattstunden teurer Heizenergie völlig ungenutzt ins Freie. Schuld daran ist der sogenannte Kamineffekt.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie dieser physikalische Prozess Ihre Heizkosten in die Höhe treibt, warum er einen Konflikt zwischen Bau- und Energievorschriften darstellt und wie Sie dieses Problem mit intelligenten Systemen endgültig lösen können.

Was ist der Kamineffekt im Aufzugsschacht?

Die Physik hinter dem Kamineffekt ist simpel, aber in ihren Auswirkungen fatal. In beheizten Gebäuden ist die Raumluft wärmer (und damit leichter) als die kalte Außenluft im Winter. Diese warme Luft breitet sich im Gebäude aus und dringt unweigerlich durch die Fahrstuhltüren in den Aufzugsschacht ein.

Da der Aufzugsschacht wie ein riesiges, vertikales Rohr funktioniert, steigt die warme Luft ungehindert nach oben. An der Spitze des Schachtes (dem Schachtkopf) befindet sich in den meisten älteren und unmodernisierten Gebäuden eine permanente Öffnung. Diese Öffnung zieht die warme Luft förmlich an und bläst sie nach draußen. Je höher das Gebäude und je größer der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen, desto stärker ist dieser Sog.

Die finanzielle Dimension: Bis zu 30.000 kWh Verlust pro Jahr

Für WEGs und Betreiber von Gewerbeimmobilien bedeutet der Kamineffekt einen enormen wirtschaftlichen Schaden. Die permanente Öffnung im Schachtkopf hat denselben Effekt, als würden Sie das ganze Jahr über ein Dachfenster weit offen stehen lassen.

Studien und Praxiswerte zeigen: Durch eine einzige unverschlossene Aufzugsschachtöffnung können bis zu 30.000 kWh thermischer Energie pro Jahr verloren gehen. Bei den aktuellen und künftigen Energiepreisen summiert sich dies schnell auf Tausende von Euro, die buchstäblich in den Wind geblasen werden. Das Resultat ist ein drastisch erhöhtes Hausgeld für die Eigentümer und eine schlechtere Rendite (ROI) für Investoren.

Darüber hinaus schadet dieser enorme Energieverlust der Energiebilanz des gesamten Gebäudes, was in Zeiten strenger werdender ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) den Wert der Immobilie mindern kann.

Das rechtliche Dilemma: Brandschutz (LBO) vs. Energieeffizienz (GEG)

Warum existiert diese Öffnung überhaupt, wenn sie so schädlich ist? Die Antwort liegt in einem klassischen Normenkonflikt:

  1. Die Landesbauordnungen (LBO) fordern aus Gründen des Brandschutzes eine Möglichkeit zur Rauchableitung. Bei einem Brand im Aufzugsschacht müssen giftige Gase und Rauch schnell entweichen können, um eine Verrauchung der Flucht- und Rettungswege zu verhindern. Traditionell wurde dies durch ein permanent offenes Loch im Schachtkopf gelöst.

  2. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) hingegen verlangt eine dauerhaft luftundurchlässige Gebäudehülle, um Wärmeverluste zu minimieren. Ein offenes Loch im Dach widerspricht dieser gesetzlichen Vorgabe diametral.

Gebäudebetreiber stehen somit scheinbar vor der unmöglichen Wahl: Entweder sie verstoßen gegen den Brandschutz oder sie ignorieren die Energieeffizienzvorgaben.

Die smarte Lösung: Intelligente Aufzugsschachtentrauchung

Glücklicherweise gibt es eine technologische Lösung, die beide Welten miteinander in Einklang bringt und den Kamineffekt sofort stoppt: Intelligente Systeme zur Aufzugsschachtentrauchung (wie das enev-kit).

Diese Systeme ersetzen die permanente, offene Entlüftung durch eine smarte, sensorgesteuerte Verschlussklappe (Jalousieklappe oder Lichtkuppel). Das Prinzip ist genial einfach und hochwirksam:

  • Im Normalbetrieb (99,9 % der Zeit): Die Klappe bleibt komplett geschlossen. Die Gebäudehülle ist hermetisch abgedichtet. Die teure Heizwärme bleibt im Gebäude, der Kamineffekt ist eliminiert. Die Anforderungen des GEG werden voll erfüllt.

  • Im Brandfall: Punktförmige Rauchmelder oder hochsensible Ansaugrauchmelder (im Schachtkopf) erkennen die Gefahr sofort. Das System öffnet die Klappe automatisch in Sekundenschnelle. Der Rauch kann entweichen, der Brandschutz nach LBO ist zu 100 % gewährleistet.

  • Bei schlechter Luftqualität: Moderne Systeme wie das enev-kit sind zusätzlich mit Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2 ausgestattet. Droht Schimmelbildung oder dicke Luft im Schacht, öffnet sich die Klappe kurzzeitig zur kontrollierten Spaltlüftung und schließt sich danach wieder.

Eine Investition, die sich selbst abbezahlt

Die Nachrüstung einer intelligenten Aufzugsschachtentrauchung ist eine der effizientesten Maßnahmen zur energetischen Optimierung von Gebäuden mit Fahrstühlen. Für Immobilienbesitzer, Investoren und WEGs bietet sie entscheidende Vorteile:

  1. Massive Heizkostensenkung: Die Reduzierung des Energieverlusts um bis zu 30.000 kWh pro Schacht entlastet das Budget spürbar und senkt das Hausgeld.

  2. Rechtssicherheit: Der Konflikt zwischen Brandschutz und Energieeinsparung wird rechtssicher gelöst.

  3. Wertsteigerung: Bessere Energieausweise und die Erfüllung von ESG-Zielen machen die Immobilie zukunftsfähig und attraktiv.

Lassen Sie Ihre Heizenergie nicht länger durch den Aufzugsschacht entweichen. Nutzen Sie unseren Sparrechner, um herauszufinden, wie viel Geld und CO2 Sie in Ihrem spezifischen Gebäude durch den Einbau eines intelligenten Systems wie dem enev-kit jährlich einsparen können.

de_DEDeutsch

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