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Alltag eines TGA-Planers: Zwischen Normen und Innovation

TGA-Planer

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Der ewige Spagat zwischen Normendschungel und Innovation

Wer den Beruf des Fachplaners für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) wählt, entscheidet sich für eine Rolle als Dirigent eines hochkomplexen Orchesters. In der Theorie geht es um effiziente Systeme; in der Praxis ist es oft ein täglicher Kampf an der Schnittstelle von Architektur, Statik und einem ständig wachsenden Geflecht aus Normen. Einer der größten „Dauerbrenner“ im Planungsalltag: Der Zielkonflikt im Aufzugsschacht.

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Realität der TGA-Planung und wie innovative Technologien helfen, die Lücke zwischen gesetzlichen Anforderungen und wirtschaftlicher Realität zu schließen.

Die tägliche Herausforderung: Schnittstellenverantwortung

Ein TGA-Planer plant nicht einfach nur Lüftungsrohre oder Kabeltrassen. Er ist derjenige, der dafür sorgt, dass das Gebäude „atmet“, „denkt“ und im Ernstfall sicher bleibt.

Der Alltag ist geprägt von Abstimmungsprozessen. Während der Architekt die Ästhetik im Blick hat und der Statiker die Tragfähigkeit, muss der TGA-Planer sicherstellen, dass alle technischen Gewerke ineinandergreifen. Dabei steht er oft vor dem Problem, dass sich Anforderungen widersprechen. Besonders deutlich wird dies beim Thema Energieeffizienz versus Brandschutz.

Das Dilemma im Aufzugsschacht: Wenn Normen kollidieren

Ein klassisches Beispiel, das viele Planer Zeit и Nerven kostet, ist die Entrauchung des Aufzugsschachts. Hier treffen zwei Welten aufeinander:

  1. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG): Es fordert eine luftdichte Gebäudehülle, um Wärmeverluste zu minimieren und die Effizienzziele zu erreichen.

  2. Die Landesbauordnungen (LBO) und Brandschutzkonzepte: Sie verlangen Öffnungen zur Entrauchung, um im Brandfall die Sicherheit der Personen im Gebäude zu gewährleisten.

Lange Zeit war die Lösung simpel, aber ineffizient: Ein Loch im Dach. Für den Planer bedeutete das zwar Rechtssicherheit im Brandschutz, aber ein massives Problem bei der energetischen Berechnung des Gebäudes. In Zeiten von ESG-Kriterien und KfW-Förderungen ist dieses „Loch im Dach“ jedoch kaum noch vermittelbar.

Der Planer als Innovationsmanager

Innovative TGA-Planer haben längst erkannt, dass sie diesen Konflikt nur durch intelligente, gewerkübergreifende Systeme lösen können. Hier wandelt sich die Rolle des Planers vom reinen „Normen-Anwender“ zum „Innovations-Scout“.

Statt starrer Öffnungen werden heute smarte Systeme wie das enev-kit eingeplant. Für den Planer bietet das entscheidende Vorteile im Alltag:

  • Planungssicherheit: Moderne Systeme verfügen über alle notwendigen Zertifizierungen (z. B. nach EN 12101-2) und allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen. Das Risiko bei der Abnahme sinkt.

  • Bessere EnEV/GEG-Bilanz: Da der Schacht im Normalbetrieb geschlossen bleibt, verbessern sich die Primärenergiewerte des Gebäudes erheblich.

  • Schnittstellen-Reduktion: Integrierte Systeme, die sowohl Rauchdetektion als auch Lüftungssteuerung übernehmen, reduzieren den Abstimmungsbedarf zwischen Brandschutzplanern und Lüftungsbauern.

Zwischen Zeitdruck und Weiterbildung

Ein weiterer Aspekt im Alltag eines TGA-Planers ist der enorme Zeitdruck. Ausschreibungen müssen präzise sein, Fehlplanungen sind teuer. Deshalb gewinnen Lösungen an Bedeutung, die „Ready-to-install“ sind und eine klare Dokumentation mitliefern.

Innovation bedeutet für den Planer also auch Arbeitserleichterung. Wenn ein System wie das enev-kit einfach in die Gebäudeleittechnik (GLT) integriert werden kann und gleichzeitig die Anforderungen an die Schachtbelüftung nach VDI 6211 erfüllt, spart das wertvolle Zeit in der Ausführungsplanung.

Die Zukunft der TGA ist smart

Der Alltag eines TGA-Planers wird nicht einfacher, aber die Werkzeuge werden besser. Der Schlüssel liegt darin, Technik nicht mehr isoliert zu betrachten. Eine moderne Aufzugsschachtentrauchung ist kein „notwendiges Übel“ mehr, sondern ein integraler Bestandteil eines energieeffizienten Gebäudekonzepts.

Wer als Planer heute auf Innovation setzt, löst nicht nur technische Probleme, sondern schafft einen echten Mehrwert für den Bauherrn – durch sinkende Betriebskosten und eine zukunftssichere Immobilie.

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