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Energieverbrauch senken durch bedarfsgesteuerte Lüftung

Energieverbrauch senken durch Lüftung

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Energieverbrauch senken: Warum bedarfsgesteuerte Lüftung der Schlüssel zur Effizienz ist

In Zeiten steigender Energiepreise und strenger werdender ESG-Vorgaben steht jedes Gebäude auf dem Prüfstand. Wo entweicht Wärme? Wo wird unnötig Energie verbraucht? Während Fassadendämmung und Fenstertausch offensichtliche Maßnahmen sind, wird ein entscheidender Faktor oft übersehen: Die Lüftung. Konventionelle, statische Lüftungskonzepte sind wahre Energiefresser. Die Lösung liegt in der Intelligenz – der bedarfsgesteuerten Lüftung.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie intelligente Lüftungssysteme funktionieren, warum der Aufzugsschacht dabei eine Sonderrolle spielt und wie Sie mit der richtigen Technik Betriebskosten senken, ohne den Luftwechsel zu vernachlässigen.

Das Problem: „Dumm“ lüften kostet Geld

In vielen Bestandsgebäuden, aber auch in weniger durchdachten Neubauten, folgt die Lüftung oft einem starren Prinzip: Permanent offen oder zeitgesteuert.

Besonders gravierend ist dies bei sogenannten permanenten Öffnungen zur Entrauchung und Belüftung, wie sie früher in Treppenhäusern und Aufzugsschächten Standard waren. Das physikalische Prinzip ist simpel, aber teuer:

  1. Warme Innenluft steigt auf (Kamineffekt).

  2. Sie entweicht ungehindert durch die Öffnung im Dach.

  3. Kalte Außenluft strömt im Erdgeschoss nach und muss teuer aufgeheizt werden.

Das Ergebnis: Sie heizen sprichwörtlich „zum Fenster hinaus“ – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

Die Lösung: Bedarfsgesteuerte Lüftung (DCV)

Eine bedarfsgesteuerte Lüftung (Demand Controlled Ventilation, DCV) dreht dieses Prinzip um. Das Motto lautet: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Das System entscheidet anhand von Sensordaten autonom, wann und wie stark gelüftet werden muss. Die wichtigsten Parameter sind dabei:

  • CO2-Gehalt (Luftqualität): Ist die Luft „verbraucht“?

  • Temperatur: Droht Überhitzung im Schacht (z.B. durch Sonneneinstrahlung oder Abwärme der Antriebe)?

  • Luftfeuchtigkeit: Besteht Gefahr von Kondensatbildung?

Der versteckte Energiefresser: Der Aufzugsschacht

Während in Büros oft schon smarte Thermostate arbeiten, bleibt der Aufzugsschacht häufig ein energetisches „schwarzes Loch“. Ein Standard-Aufzugsschacht hat oft eine Rauchabzugsöffnung von ca. 0,1 m² bis 0,5 m². Ohne Verschlusssystem wirkt diese Öffnung wie ein offenes Fenster.

Warum ist hier eine bedarfsgesteuerte Lüftung so effektiv? Ein Aufzugsschacht ist kein Aufenthaltsraum. Es halten sich dort keine Menschen dauerhaft auf. Warum sollte er also permanent gelüftet werden, als wäre er voll besetzt?

Hier kommen Systeme wie das enev-kit ins Spiel. Sie verschließen die Öffnung im Dach hermetisch und öffnen sie nur in zwei Fällen:

  1. Im Brandfall (Priorität 1): Sofortige Entrauchung (Rauchabzug).

  2. Bei Bedarf (Priorität 2): Wenn Sensoren melden, dass die Luftqualität kritisch wird oder die Temperatur zu hoch ist.

Die Vorteile auf einen Blick

Die Umstellung von statischer auf bedarfsgesteuerte Lüftung im Aufzugsschacht bietet handfeste Vorteile für Betreiber und Facility Manager:

1. Massive Heizkostenersparnis

Da die Warmluft nicht mehr permanent entweichen kann, bleibt die thermische Hülle des Gebäudes geschlossen. Berechnungen zeigen, dass sich allein durch den Verschluss der Schachtöffnung jährlich mehrere tausend Kilowattstunden Wärmeenergie einsparen lassen. Das entlastet nicht nur das Budget, sondern verbessert auch den CO2-Fußabdruck des Gebäudes.

2. Schimmelprävention durch Feuchte-Monitoring

Ein hermetisch verschlossener Schacht ohne Lüftung wäre bauphysikalisch riskant (Schimmelgefahr). Eine bedarfsgesteuerte Lüftung hingegen erkennt hohe Luftfeuchtigkeit und lüftet gezielt („Stoßlüftung“), bis die Werte wieder im grünen Bereich sind. Das schützt die Bausubstanz effektiver als eine dauerhafte, unkontrollierte Kältebrücke.

3. Schutz der Aufzugstechnik

Staub, Pollen, Insekten und extreme Kälte bleiben draußen. Das schont die empfindliche Elektronik der Aufzugssteuerung und die Mechanik, was langfristig die Wartungskosten senken kann.

4. GEG-Konformität

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fordert eine luftdichte Gebäudehülle. Eine permanente Öffnung steht im Widerspruch dazu. Mit einem intelligenten System erfüllen Sie sowohl die energetischen Anforderungen als auch die Brandschutzvorgaben.

Intelligenz schlägt Dauerlüftung

Energieeffizienz im Gebäude endet nicht an der Bürotür. Technische Funktionsflächen wie der Aufzugsschacht bieten oft das größte Einsparpotenzial bei geringstem Eingriff in die Bausubstanz.

Eine bedarfsgesteuerte Lüftung verwandelt eine statische Schwachstelle in ein intelligentes Bauteil. Für TGA-Planer und Gebäudebetreiber bedeutet das: Weniger Energieverlust, mehr Sicherheit und volle Kontrolle über das Raumklima.

Möchten Sie wissen, ob Ihr Gebäude für eine Nachrüstung geeignet ist? Das enev-kit lässt sich in fast jedem Bestandsgebäude nachrüsten. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

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