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Rauchabzug im Aufzugsschacht: Rauchdetektion nach VdS und DIN EN 54-20

Rauchabzug Aufzugsschacht: VdS & DIN EN 54-20

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Rauchabzug im Aufzugsschacht hat zwei Seiten: das Erkennen von Rauch (Detektion) und das Abführen (das NRWG). Dieser Beitrag erklärt die Detektionsseite und die zugehörigen Normen.
  • Zwei Prinzipien sind üblich: punktförmige Rauchmelder nach EN 54-7 und Ansaugrauchmelder (Rauchansaugsysteme) nach DIN EN 54-20.
  • Die DIN EN 54-20 teilt Ansaugrauchmelder in die Empfindlichkeitsklassen A, B und C ein – A ist am empfindlichsten, C entspricht in etwa einem punktförmigen Melder.
  • Die Auslegung der Ansaugstellen erfolgt nach VdS 2095 bzw. DIN VDE 0833-2. enev-kit nutzt je nach Variante punktförmige Melder (e1) oder ein Rauchansaugsystem (e5) – beides CE-zertifiziert und nach VdS anerkannt.

Beim Rauchabzug im Aufzugsschacht denken viele zuerst an die Klappe, die im Brandfall öffnet. Ebenso wichtig ist aber die Frage davor: Woran erkennt das System überhaupt, dass es Rauch gibt? Genau das regeln die Melde-Normen. Dieser Beitrag erklärt, wie Rauch im Schacht detektiert wird, was DIN EN 54-20 und VdS damit zu tun haben und warum die Wahl der Detektion über Zuverlässigkeit und Wartungsaufwand entscheidet.

Rauchabzug hat zwei Seiten: erkennen und abführen

Ein funktionierender Rauchabzug im Aufzugsschacht besteht aus zwei Bausteinen. Der eine ist das Gerät, das Rauch und Hitze ableitet – das motorisch betätigte NRWG nach DIN EN 12101-2. Der andere ist die Sensorik, die den Rauch erkennt und das NRWG auslöst. Nur wenn beide zusammenspielen, ist der Schacht sicher.

Während für das Abführen die Produktnorm DIN EN 12101-2 gilt, kommen für die Detektion eigene Normen aus der Reihe EN 54 ins Spiel. Sie legen fest, wie ein Rauchmelder aufgebaut ist, wie empfindlich er reagiert und wie er geprüft wird.

Zwei Prinzipien der Rauchdetektion

Im Aufzugsschacht sind zwei Verfahren gebräuchlich, die sich in Empfindlichkeit, Montageort und Wartung unterscheiden.

Punktförmige Rauchmelder (EN 54-7) sitzen direkt an einer Stelle im Schacht und reagieren auf den Rauch, der sie erreicht. Sie sind bewährt, wirtschaftlich und für viele Standardschächte völlig ausreichend. Ihr Nachteil: Sie messen nur dort, wo sie hängen – in hohen Schächten mit Luftschichtungen kann das die Erkennung verzögern, und die Wartung findet an schwer zugänglichen Stellen im Schacht statt.

Ansaugrauchmelder (DIN EN 54-20), auch Rauchansaugsysteme genannt, arbeiten aktiv: Über eine Ansaugleitung wird kontinuierlich Luft aus dem Schacht angesaugt und an einer zentralen Detektionseinheit ausgewertet. Das erfasst Rauch früher und gleichmäßiger – besonders in hohen oder tiefen Schächten – und verlegt die empfindliche Sensorik an eine zentrale, gut erreichbare Stelle.

DIN EN 54-20 und die Empfindlichkeitsklassen

Die DIN EN 54-20 ist die Produktnorm für Ansaugrauchmelder. Ihr Kern ist eine Einteilung in drei Empfindlichkeitsklassen:

Klasse Empfindlichkeit Typischer Einsatz
Klasse A sehr hoch Früherkennung, anspruchsvolle Umgebungen
Klasse B mittel erhöhte Anforderungen
Klasse C vergleichbar mit punktförmigen Meldern Standardüberwachung

Die Empfindlichkeit an einer Ansaugstelle hängt dabei von der Detektionseinheit und der Anzahl der Ansaugstellen ab. In Deutschland erfolgt die Auslegung der Ansaugstellen nach VdS 2095 bzw. DIN VDE 0833-2 – dabei wird jede Ansaugstelle wie ein punktförmiger Melder behandelt. So lässt sich ein Ansaugsystem gezielt auf die geforderte Empfindlichkeit im Schacht auslegen.

Die Rolle der VdS-Anerkennung

VdS ist eine unabhängige Prüf- und Anerkennungsinstanz für den Brandschutz. Eine VdS-Anerkennung bzw. die Planung nach VdS-Richtlinien wie VdS 2095 ist ein anerkanntes Qualitätsmerkmal und wird von Versicherern und Sachverständigen als Nachweis herangezogen. Für den Aufzugsschacht bedeutet das: Melde- und Abzugstechnik sollten nicht nur „irgendwie funktionieren“, sondern nach anerkannten Regeln geprüft und ausgelegt sein. Welche Vorschriften darüber hinaus gelten, fasst der Überblick der Vorschriften zur Aufzug-Entrauchung zusammen.

Warum die Wahl der Detektion im Schacht zählt

Der Aufzugsschacht ist eine anspruchsvolle Umgebung: hohe, enge Geometrie, Luftschichtungen, teils erhöhte Staubbelastung. Hier entscheidet die Detektion über zwei Dinge – wie früh und zuverlässig Rauch erkannt wird und wie aufwendig die spätere Wartung ist. Punktförmige Melder sind für Standardschächte die wirtschaftliche Lösung. Ein Ansaugsystem spielt seine Stärken dort aus, wo Schächte hoch oder schwer zugänglich sind oder wo die Sensorik aus Wartungsgründen zentral sitzen soll.

Genau diese beiden Wege bildet enev-kit in seinen Varianten ab: Die Basisvariante enev-kit e1 (bis 24 m) arbeitet mit punktförmigen Rauchmeldern nach EN 54-7. Die Premiumvariante enev-kit e5 (bis 110 m) nutzt ein Rauchansaugsystem nach DIN EN 54-20; als Detektionseinheit kommt ein anerkannter Ansaugrauchmelder (SecuriRAS ASD 532 von Securiton) zum Einsatz. Beide Varianten sind CE-zertifiziert und erfüllen die Anforderungen nach VdS. Welche Detektion zu Ihrem Objekt passt, zeigt der Vergleich enev-kit e1 vs. e5.

Detektion und Abzug im System

Die Detektion ist kein Selbstzweck – sie steuert den Abzug. Erkennt die Melde­technik Rauch, öffnet die Control-Einheit das NRWG, und der Schacht wird entraucht. Im Normalbetrieb überwacht dieselbe Sensorik zusätzlich CO₂, Temperatur und Luftfeuchtigkeit für die bedarfsgerechte Be- und Entlüftung. So verbindet enev-kit Detektion, Abzug und Energieeinsparung in einem System – je nach Variante mit möglichen Einsparungen von bis zu 35.000 kWh und 8 t CO₂ (e1) bzw. bis zu 150.000 kWh und 38 t CO₂ (e5) pro Jahr.

Sie möchten wissen, welche Detektion Ihr Schacht braucht? Fordern Sie eine unverbindliche Beratung an – wir legen die Melde- und Abzugstechnik nach den anerkannten Regeln für Ihren Schacht aus.

Häufige Fragen zum Rauchabzug im Aufzugsschacht

Welche Normen gelten für die Rauchdetektion im Aufzugsschacht?

Für punktförmige Rauchmelder gilt EN 54-7, für Ansaugrauchmelder (Rauchansaugsysteme) die DIN EN 54-20. Die Auslegung der Ansaugstellen erfolgt in Deutschland nach VdS 2095 bzw. DIN VDE 0833-2. Für das abführende NRWG gilt separat die DIN EN 12101-2.

Was bedeuten die Klassen A, B und C bei DIN EN 54-20?

Sie beschreiben die Empfindlichkeit eines Ansaugrauchmelders. Klasse A ist am empfindlichsten und dient der Früherkennung, Klasse B liegt im mittleren Bereich, Klasse C entspricht in etwa der Empfindlichkeit eines punktförmigen Melders.

Was ist der Unterschied zwischen punktförmigen Meldern und einem Ansaugsystem?

Punktförmige Melder messen an ihrer festen Position. Ein Ansaugsystem saugt Luft aus dem Schacht an und wertet sie zentral aus – das erkennt Rauch früher und gleichmäßiger, besonders in hohen Schächten, und macht die Sensorik zentral wartbar.

Wofür steht die VdS-Anerkennung?

VdS ist eine unabhängige Prüf- und Anerkennungsinstanz für den Brandschutz. Eine Auslegung nach VdS-Richtlinien wie VdS 2095 gilt als anerkanntes Qualitäts- und Sicherheitsmerkmal und wird von Versicherern und Sachverständigen herangezogen.

Welche Detektion nutzt enev-kit?

Die Basisvariante e1 arbeitet mit punktförmigen Rauchmeldern nach EN 54-7, die Premiumvariante e5 mit einem Rauchansaugsystem nach DIN EN 54-20. Beide sind CE-zertifiziert und erfüllen die Anforderungen nach VdS. Die Wahl hängt vor allem von Schachthöhe und Anforderungen an Früherkennung und Wartung ab.

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